„Leerstand lebig macha“: Neues Projekt der Narrenzunft 

„Nr. 1“ neben dem Schwarzen Tor war erst der Anfang: Die Narrenzunft nimmt eine Rottweiler Immobilie nach der anderen unter ihre Fittiche.

Ein Anliegen dabei sei, den vielen Leerstand in der Stadt „wieder lebig“ zu machen, wie ein Insider dem „Verklepferblättle“ verriet. Es könne ja schließlich nicht sein, dass Rottweil nur an der Fasnet halbwegs munter wirke. Demnach ist die Narrenzunft schon länger dabei, Immobilien unter ihre Obhut zu nehmen. Durch Erbe, Schenkung und auch Kauf seien mittlerweile eine ganze Reihe von Häusern zusammengekommen. Sogar „richtige Kawenzmänner“ im Kernstadtbereich seien dabei, erfuhr das „Verklepferblättle“

Dass beim Erwerb Strohmänner tätig und dubiose Steuerspar-Adressen auf den Kanal- und Bermuda-Inseln genutzt worden seien, wie aus verschiedenen Quellen zu erfahren war, wies unser Informant allerdings entschieden zurück. 

Auch dass die Narrenzunft ein kommerzielles Interesse verfolgen könnte, ist aus Sicht des Insiders völlig abwegig. „Das liegt überhaupt nicht in deren Interesse – Geld interessiert die Narrenzunft gar nicht!“, erklärte er mit Nachdruck.

Vielmehr wolle die Narrenzunft für Rottweil eine „heimatpatriotische Rolle“ übernehmen. Denn wenn sich die Zunft nicht dieser verwaisten Immobilien annähme, würden sie in andere Hände fallen. „Und man weiß dann nicht, was die Leute damit machen – ob sie vielleicht den Charakter unseres Städtles nachteilig verändern“. 

Das wiederum hätte Folgen für die Fasnet, die ja nur mit dem schönen traditionellen Stadtbild gut funktioniere. Dieses Stadtbild müsse man deshalb „verteidigen“. „Notfalls kauft die Zunft eine Liegenschaft nach der anderen“, berichtete der Informant. Man werde alles tut, damit Rottweil „fasnetssicher“ bleibe.

Ganz praktisch bedeutet das erst einmal, dass die Zunft derzeit leere Geschäfte wieder mit Leben füllen will. Zum Beispiel könne in einigen Geschäftsräumen ganzjährig Fasnets-Devotionalien an Touristen verkaufen. Mehrere Räume könnten für Ausstellungen genutzt werden, die „Glanz und Gloria der Fasnet“ für „Gäste aus aller Welt“ anschaulich machen. Gedacht ist aber auch an ein „Fasnets-Traninigs-Center“, in dem sich Narren ganzjährig für die tollen Tage fit machen können. An Ideen fehle es der Narrenzunft jedenfalls nicht, bekräftigte der Insider. „Eher werden die Immobilien knapp“.




Verklepferredaktion

Das Verklepferblättle der NRWZ erscheint immer rechtzeitig zur Fasnet, meist am Morgen des Schmotzigen Donnerstags. Es enthält lauter Quatsch- und Tratschgeschichten, die höchstens 10 Prozent Wahrheitsgehalt aufweisen, und auch das sicher nur aus Zufall. Das sollten Sie jedenfalls bei der Lektüre bedenken.

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